Neue Kontonummern ab 2014 werden länger

Neue Kontonummern, neues Chaos?

Neue Kontonummern ab 2013
Neue Kontonummern

Der EU-weite Zahlungsverkehr ist im Begriff, weiter vereinheitlicht zu werden. Die EU-Kommission plant für das Jahr 2014, die nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen durch europaweit geltende zu ersetzen. Wie sich dieser Schritt für die Kunden auswirkt und welche Vor- und Nachteile eine Umstellung mit sich bringt, beleuchtet dieser Beitrag.

Bisher wird jedes inländische Girokonto individuell durch eine sieben- bis zwölfstellige (je nach Größe der Bank) Kontonummer verwaltet, die mit der dazugehörigen Bankleitzahl einen eindeutig identifizierbaren Schlüssel ergibt.
Auch auf europäischer Ebene gibt es diese zwei Komponenten, die bei internationalen Zahlungen bereits jetzt angegeben werden müssen (IBAN beziehunsgweise BIC). Im Zuge der Umstellung auf das europäische Zahlungsverkehrssystem Sepa (Single European Payments Area) sind ab diesem Zeitpunkt diese beiden Nummern auch bei inländischen Transaktionen (wie Überweisungen) erforderlich. Durch die Größe des einheitlichen Zahlungsgebiets steigt die Ziffernzahl der IBAN-Kontonummer auf 22, während die Bankleitzahl (BIC) elfstellig ist.

Umstellung der Nummern ab 2014

Die Umstellung erfolgt in einem Übergangszeitraum bis 2014. Ersterer Termin ist für die endgültige Benutzung der neuen Kontonummern bei nationalen Überweisungen vorgesehen, der zweitere markiert das Ende der Gültigkeit der alten Nummern bei Lastschriftverfahren.
Große Bankenverbände fordern eine Verlängerung dieser Fristen. Allerdings handelt es sich bisher lediglich um einen Vorschlag der EU-Kommission, welchem die Mitgliedsländern noch zustimmen müssen.

Vor- und Nachteile neuer Kontonummern

Als Vorteile der Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs stellen die EU-Politiker heraus, dass dadurch Überweisungen schneller bearbeitet werden können, die Sicherheit sich erhöht und zudem die Kosten gesenkt werden. Ein schnellere Handhabung der Zahlungen sei möglich, da keine unterschiedlichen Länderstandards die Transaktionen behindern. Zudem sei für innereuropäische Geschäfte lediglich ein Konto nötig, was für Privatleute mit Wohnsitzen in verschiedenen EU-Staaten ebenso gilt. Durch den Wegfall der Gebühren, die grenzübergreifend bei Lastschriften und Überweisungen anfallen können, lässt sich eine Kostenersparnis realisieren.

Fazit

Verbraucherzentralen warnen besonders vor einer Überforderung der Kunden, da selbst bei Kleinstbeträgen die langen Zahlenreihen sehr sorgfältig angewandt werden müssen. Bei Tippfehlern bestehe die Gefahr des Verlusts, da sich die Rückabwicklung von internationalen Überweisungen als schwierig erweisen kann. Auch die Umstellung der Lastschriftverfahren wird in der Praxis als kompliziert dargestellt.

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