Banking Apps im test.

Apps fürs Online-Banking

Studie zeigt Qualitätsunterschiede bei Banking Apps
Banking-Apps

Leipzig, 09.08.2013: Überweisungsträger in Papierform sind fast schon reif fürs Museum – Bankgeschäfte online zu erledigen ist schneller und praktischer. Immer mehr Menschen ist aber auch das Online-Banking nicht mehr komfortabel genug: Mit dem Einzug von Smartphones in den Alltag werden auch die Banken mobil.

Eine Banking-Anwendung für Smartphones, kurz App, gehört inzwischen zum Pflichtangebot großer Geldinstitute. Nur wenige weltweit agierende Banken bieten bislang gar keine App an. Bei vielen Anbietern steckt der neue Service jedoch noch in den Kinderschuhen, wie das Schweizer Berater-Unternehmen MyPrivateBanking in einer Untersuchung feststellte.

Banking per App: Kleiner Bildschirm – große Herausforderung

Ziel der Banken muss es demnach sein, ihren Kunden in der App die vollständige Palette des Internetangebots zu bieten – eine Herausforderung unter anderem wegen der begrenzten Bildschirmgröße eines Mobiltelefons. Sämtliche Funktionen des Online-Bankings wie Überweisungen, Aktiengeschäfte, Verwaltung von Daueraufträgen und der Abschluss von Bankprodukten sollten dem Kunden im Idealfall zur Verfügung stehen.

Hinzu kommen verlässliche Sicherheitsstandards, zugleich aber eine benutzerfreundliche Oberfläche, die umständliches Suchen und viele Klicks vermeidet. Und auch in mobilen Zeiten haben Filialen längst nicht ausgedient. So könnte eine App auch einen Routenplaner beinhalten, der zur nächstgelegenen Zweigstelle führt, oder eine Rückruf-Funktion zur Vereinbarung eines Termins beim persönlichen Berater bereitstellen.

Apps bieten oft nur Basisfunktionen

Die technischen Möglichkeiten schreiten schneller voran als die Banken hinterherkommen, stellt MyPrivateBanking fest. Es mangele vor allem an Angeboten für Tablet-PCs und an Sicherheit bei der Datenübertragung. Darüber hinaus biete eine Vielzahl der Apps nur Basisfunktionen, so das Unternehmen. Von 100 möglichen Punkten, die MyPrivateBanking für Apps zu vergeben hatte, erhielten auch die Banken, die es auf Platz 1 schafften, lediglich die Hälfte.

Spitzenplatz für Deutsche Bank

Die besten Apps bieten der Studie zufolge die französische Caisse d‘Epargne und die Deutsche Bank. Letztere zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie als eines der wenigen Institute ihre App mit Plattformen wie Facebook und Twitter verbindet. Außerdem hat sie eine besonders übersichtliche Nutzeroberfläche: Dies ist laut Deutscher Bank möglich durch eine Anwendung, die automatisch das jeweilige Endgerät des Kunden erkennt und die Darstellung daran anpasst.

Weitere Banken, die in den Top Ten der Studie auftauchen, sind zum Beispiel die Citibank, die Société Générale und die UniCredit, zu der die HypoVereinsbank gehört. Geldinstitute, die in Sachen App hinterherhinken, müssen schleunigst nachrüsten, um auf dem hart umkämpften Markt ihre Kunden zu halten. Denn die Nutzerzahlen steigen mit rasanter Geschwindigkeit: Einer Studie von TNS Infratest zufolge nutzen bereits 12,1 Prozent aller Deutschen ein Smartphone für Bankgeschäfte, 2012 waren es erst 14,4 Prozent. Noch in diesem Jahr könnte in Deutschland nach Einschätzung von Experten die 25-Prozent-Marke erreicht werden.

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