Was ist SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für „Single Euro Payments Area“, was übersetzt einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum bedeutet. Damit ist der Wegfall nationaler Grenzen im europäischen Zahlungsverkehr gemeint, so dass Bankkunden im Euroraum Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen ohne Einschränkungen durchführen können. Internationale Transaktionen werden dadurch einfacher, sicherer und günstiger. Im Zuge dieser Internationalisierung mussten die bisher bei Überweisungen verwendeten nationalen Kontonummern mit der IBAN und Bankleitzahlen mit dem BIC ersetzt werden. SEPA ist in den EU-Ländern, sowie Norwegen, Island, San Marino, Liechtenstein, Monaco und der Schweiz am 01.08.2014 in Kraft getreten. Nicht-Euroländer haben mit der Umsetzung noch bis zum 31.10.2016 Zeit.

IBAN

IBAN ist die Abkürzung für „International Bank Account Number“, also die internationale Bankkontonummer. Seit 01.02.2014 ersetzt sie die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl. Sie wird für alle nationalen Überweisungen und internationalen Zahlungen innerhalb der Europäischen Union verwendet. Damit sollen grenzüberschreitende Überweisungen genauso sicher und schnell wie inländische Überweisungen abgewickelt werden können. Die Länge der IBAN variiert von Land zu Land. Maximal ist sie 34 Zeichen lang. Die deutsche IBAN besitzt immer 22 Stellen. Sie setzt sich wie folgt zusammen:

  1. 2-stelliges Länderkürzel DE für Deutschland
  2. 2-stellige Prüfziffer (z.B. 73 bei der Comdirect Bank)
  3. 8-stellige Bankleitzahl (z.B. 20041133 bei der Comdirect Bank)
  4. 10-stellige Kontonummer (z.B. 0123456789)

Eine IBAN könnte dann zum Beispiel lauten: DE73200411330123456789. Als Kontoinhaber müssen Sie sich neben Ihrer Kontonummer und Bankleitzahl auch das voranzustellende Länderkennzeichen und die zweistellige Prüfziffer merken. Die Übergangsfrist läuft noch bis Februar 2016. Bis dahin können Sie noch Ihre nationale Kontonummer und Bankleitzahl benutzen. Danach muss aber für jede Überweisung die IBAN verwendet werden.

BIC

BIC steht für „Business Identifier Code“ und bezeichnet die internationale Bankleitzahl. Er wird auch als SWIFT-Code bezeichnet. Darüber können alle Kreditinstitute eindeutig identifiziert werden. Er muss bis zum 1. Februar 2016 zusätzlich zur IBAN für alle grenzüberschreitenden Zahlungsaufträge angegeben werden. Der BIC setzt sich aus 8 oder 11 alphanumerischen Zeichen zusammen:

  1. 4-stelliger Bankcode: z.B. INGD für ING-DiBa
  2. 2-stelliger Ländercode: z.B. DE für Deutschland
  3. 2-stellige Ortscodierung: z.B. FF für Frankfurt am Main
  4. 3-stellige Filialkennzeichnung (optional): z.B. 822 bei der 1822direkt

So lautet zum Beispiel der BIC der 1822direkt HELADEF1822. Der BIC der ING-DiBa ist INGDDEFFXXX.

Copyright © 2016 www.girokonto-vergleich.net